Erstes Spiel, erstes Drama

TTV Andernach II vor reizvoller Saison in der 1. Bezirksliga

 

Der TTV II musste im Auftaktspiel in der 1. Bezirksliga auf Umut Bozkurt (Schulausflug) verzichten, schrammte aber nur knapp an einem Sieg gegen den TTC Karla vorbei. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie hatte der TTV II eigentlich stets die Nase vorn, doch die nimmermüden Gäste aus der Grafschaft erstritten sich schließlich nicht unverdient eine Punkteteilung. Ein Sonderlob bei den Andernachern gebührt Dimitrij Swidtschenko, der es fertigbrachte, den herausragenden Karlaer Akteur, Stefan Ockenfels, zu bezwingen. Im mittleren Paarkreuz bewies Erick Eckstedt bei zwei knappen Erfolgen gegen Marvin Krupp und Peter Klöckner Nervenstärke. Eugen Buchmüller (gegen Justus Ulrich) und Herbert Elzer (gegen Andreas Schneider) holten je einen Zähler. Witali Sudermann blieb im mittleren Paarkreuz glücklos, Jungtalent Justin Kuhn hatte bei seinem tollen Match gegen Marco Zabbai mit dem knappstmöglichen Resultat das Nachsehen. Auch alle vier Doppel (2:2) gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen, wobei die Schlusspartie von Eugen Buchmüller/Dimitrij Swidtschenko beim Stand von 8:7 mit 11:13 verloren wurde.

Der TTV I hatte dagegen ein bequemes Match zur Einführung in die Rheinlandliga-Saison 2019/20. Außenseiter SG Lahnbrück Fachbach präsentierte sich als sympathisches Team, das aber nie eine Siegchance besaß. Johannes Willeke und Marcus Kreutz (je 2), Martin Link, Dimitrij Swidtschenko und alle drei Doppel gewannen für den TTV I. Lediglich Nils Gawlick (gegen Philipp Wallroth) und Steven Schneider (gegen Jan Ganswind) hinkten noch ihrer Form hinterher.

Die Vereinsmeisterschaft der Herren verlief diesmal äußerst dramatisch. Das Halbfinale erreichten mit Marcus Kreutz, Johannes Willeke, Eugen Buchmüller und Umut Bozkurt nur Spieler aus dem engsten Favoritenkreis. Marcus Kreutz traf auf Umut Bozkurt, warf den 15jährigen aber mit 3:0 relativ klar aus dem Rennen. Anders beim Duell Johannes Willeke gegen Eugen Buchmüller. Der 15jährige Johannes besaß zunächst deutliche Vorteile und lag mit 2:0-Sätzen in Front. Indessen steigerte sich Eugen Buchmüller kontinuierlich und zog alle Register der psychologischen Kriegsführung. Er gewann tatsächlich noch mit 3:2. Im Finale duellierten sich Marcus Kreutz und Eugen Buchmüller auf höchstem Niveau. Die Schlacht wogte hin und her. Im 5. Satz schien Marcus Kreutz Oberwasser zu bekommen, doch sein Kontrahent kämpfte sich abermals heran. In der Verlängerung des Entscheidungssatzes hatten beide Akteure mehrere Matchbälle, bis Eugen Buchmüller mit 16:14 triumphierte.
Im Doppel ging es deutlich lockerer zu. Hier holten Dimitrij Swidtschenko/Gerrit Krupp den Titel vor Johannes Willeke/Bernd Bourquain.